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Wissen, Teilen, Entdecken: Die Nacht der Bibliotheken

Veröffentlicht am | von Frank Schildener
Yvette Fibig (Ostfalia, von links), Alexandra Hupp (Stadt Wolfenbüttel), Laura Scurria (HAB), Franziska Maibach (Stadtbücherei), Ann Christin Wild, Marie Adler (beide HAB), Daniela Bergmann-Baczynski (Stadtbücherei) und Laura Lörcher (Bücherbus) laden zur Nacht der Bibliotheken in Wolfenbüttel ein. Foto: Frank Schildener

Zum ersten Mal findet die Nacht der Bibliotheken bundesweit statt und zum ersten Mal sind alle vier Wolfenbütteler Bibliotheken bei der Nacht dabei. Am Donnerstagvormittag stellten sie das Programm vor.

Die Veranstaltung heißt zwar Nacht der Bibliotheken, ist aber ein niedrigschwelliges Angebot. „Sie soll zeigen, dass Bibliotheken keine verstaubten Orte, sondern Aufenthalts-, Lern- und Treffpunkte sind, an denen Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen zusammen kommen“, so Franziska Maibach, Medienpädagogin der Stadtbücherei.

Die Wolfenbütteler Bibliotheken haben unter dem Motto „Wissen, Teilen, Entdecken“ ein buntes Programm zusammengestellt. Ab 16 Uhr lockt die Stadtbücherei mit Lesungen, Schreibworkshops für Kinder und Möglichkeiten, eine Comic-Serie mitzuentwickeln, Publikum in die Bücherei. Live-Musik, ein Medienflohmarkt und die Chance, bis in die Nacht Bücher auszuleihen, runden das Angebot ab.  Der Bücherbus des Landkreises bietet auf dem Vorplatz der Stadtbücherei unter anderem japanisches Papiertheater für Erwachsene (Kamishibai) an, berichtete Laura Lörcher (Landkreis Wolfenbüttel, Bücherbus). Bereits ab 10 Uhr können sich Besucher in die Universitätsbibliothek der Ostfalia Hochschule einfinden und sich vor Ort über deren Arbeit informieren.

„Wir haben uns bemüht, sowohl unsere alten Bestände als auch vielleicht das etwas jüngere Gesicht der Bibliothek zum Vorschein zu bringen“, erklärte Marie Adler, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Herzog August Bibliothek (HAB). Sowohl das Faksimile des Evangeliars als auch der Sachsenspiegel sollen gezeigt werden. Daneben bietet die HAB Workshops zum Umgang mit alten Drucken an, „natürlich mit aller gebotenen Vorsicht.“ Die AG Nachhaltigkeit bietet zudem Upcyclingprojekte aus Materialien an, die von Büchern möglicherweise übrig bleiben. „Es gibt auch besonders Kurioses aus dem Bestand der HAB zu bewundern“, so Adler.

„Anlässlich der Nacht der Bibliotheken geben wir als verbindendes Element der teilnehmenden Einrichtungen eine Wimmelbildkarte heraus“, ergänzte Maibach. Sie zeigt als Grundlage einen Stadtplan von Wolfenbüttel. Dazu wurde ein Stickerbogen entwickelt. „Während der Nacht der Bibliotheken selbst und bis zum Ende der Osterferien ist Gelegenheit, die Sticker in das Wimmelbild zu kleben.“

„Ich empfinde es als sehr schön, dass für das Projekt die in unterschiedlichen Trägerschaften befindlichen Bibliotheken zusammenarbeiten“, bemerkte Alexandra Hupp, Leiterin des Kulturbüros der Stadt. Sie hofft, dass die sonst eher im Verborgenen bleibenden Bibliotheken ins Licht der Öffentlichkeit kommen und den einen oder anderen Nutzenden mehr gewinnen können.

Die Bibliotheksnacht findet am Freitag, 4. April 2025, statt. Zukünftig soll sie alle zwei Jahre im Wechsel mit der Kulturnacht stattfinden. Schirmherrin der diesjährigen Veranstaltung ist Elke Büdenbender. Das vollständige Programm mit allen Zeiten ist auf der folgenden Webseite zu finden: https://www.nachtderbibliotheken.de/veranstaltungen/wolfenbuettel/

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